Loknummern

Die ersten Loks, die gekennzeichnet wurden, waren selbstverständlich Dampfloks. Dieses war ab etwa 1925 der Fall. Da man noch keine andere Antriebsart als Dampf hatte, begann man bei der Bezeichnung mit der Nummer der Baureihe, dann folgte die laufende Nummer der Lok also z.B. 44 389. Baureihe und Nummer sind etwas getrennt.

Als dann ab ca. 1930 die Diesel- und Elektroloks dazu kamen, mußte man sich eine neue Art der Kennzeichnung einfallen lassen, um die Antriebsarten anhand der Nummern auseinander halten zu können. Deshalb setzte man einen Buchstaben  für die Antriebsart vor die Baureihen Nummer. Dampfloks bekamen keinen Buchstaben, E-Loks erhielten ein E und Loks mit Verbrennungsmotor ein V. Daher die Bezeichnungen E03, E10, V60, V200, usw.

Ab 1968 wurden dann bei der Bahn EDV Systeme in der Verwaltung eingeführt und die Lok Bezeichnungen mußten erneut geändert werden. Dazu bekam die Antriebsart oder Lokart jetzt eine Nummer, die an Stelle des Buchstaben stehen. Folgende Nummern wurden bei der Deutschen Bundesbahn festgelegt:

0 = Dampflok z.B. 044 389
1 = E – Lok z.B. 141 123
2 = Diesellok groß z.B. 260 123
3 = Diesellok klein z.B. 333 123
4 = Elektrischer Triebzug z.B. 401 123 (ICE)
5 = Akku getriebenes Fahrzeug
6 = Diesel – Elektrischer Antrieb
7 = Spezial Fahrzeuge Tunnelrettung, Belastungsproben, Bauzüge

Außerdem hängte man der Nummer noch eine Kontrollziffer an. Daraus ergibt sich z.B. folgende Nummer 044 389 – 5. Die Berechnung der Nummer ist etwas komplizierter. Dazu notiert man die Nummer der Lok z.B. 044 389 und schreibt folgende Ziffernfolge darunter: 121 212. Unter jeder Ziffer der Lok Nummer steht eine Ziffer dieser Folge. Jetzt multipliziert man die Spalten und addiert die Ergebnisse. Ist das Ergebnis einer Multiplikation zweistellig (hier 9 x 2 = 18), dann wird die Quersumme (also 1 + 8 = 9) gebildet. 
(0x1)+(4×2)+(4×1)+(3×2)+(8×1)+(9×2=18=>1+8)=0+8+4+6+8+9=35
Dieses Ergebnis wird auf den nächsten Zehner aufgerundet (hier 40) und die Differenz (hier 5) bildet die Kontrollziffer. Die Kontrollziffer wurde eingeführt, um kontrollieren zu können, ob die Nummer z.B. am Telefon richtig verstanden wurde.

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