Schotter

Zum Einschottern von Schienen sind die Korkgleisbetten eine ganz wichtige Hilfe. Bevor man die Schienen verlegt, sollte man das gesamte Korkgleisbett mit Leim einpinseln (auch die Schrägen). Dann wird die Schiene darauf geklebt, und die erste Schicht Schotter wird eingestreut, in der Schiene und die Schrägen auch. Der Bereich um die Schienen sollte sauber sein, dass man beim späteren Einsaugen des losen Schotters nicht so viel Grünzeug im Schotter hat.

Der Schotter sollte auf gar keinen Fall angedrückt werden!!! Durch das Andrücken, kann der Leim durch den Schotter hoch quellen und das sieht nachher sehr seltsam aus und erfordert unnötige Verbesserungen.

Wenn alles schön getrocknet ist, wird der lose Schotter mit einem Staubsauger aufgesammelt. Dazu wird er ganz klein gestellt und ein Taschentuch oder Küchenpapier wird in das Saugrohr gesteckt und mit einem Gummiring befestigt. So kann man den teueren Schotter aufsammeln und nachher wieder verwenden.

Auf den Schienen wird jetzt nicht mehr so sehr viel Schotter sein. Das ist so gewollt! Jetzt folgt die Feinarbeit. Dazu wird ein Stück Pappe in der Mitte einmal geknickt. Dies eignet sich sehr gut um den Schotter in die Gleise einzufüllen. Dann wird der Schotter mit einem Borstenpinsel glatt gezogen. Der Schotter an den Rändern wird mit dem Pinsel an die Ränder gezogen, so dass der Schotter den Kork gut verdeckt. Der Schotter steht niemals höher als die Schwellen, eher etwas tiefer. Am Besten ist es, wenn man sich das mal beim Vorbild ansieht.

Jetzt wird wieder etwas von dem Wasser – Leim Gemisch angesetzt (Leim 1:5 mit Wasser verdünnen und etwas Spülmittel oder Netzmittel zum Aufheben der Oberflächenspannung zugeben). Das Gemisch wird vorsichtig mit einer Pipette in die Schienen geträufelt. Sollte das Gemisch von dem Schotter nicht aufgesogen werden, kann man das Wasser – Leim Gemisch mit einer Sprühflasche aufgesprüht werden. Vielleicht geht es dann. Ist das nicht der Fall, sollte man vielleicht einen anderen Schotter verwenden. Wir verwenden im Verein zur Zeit den Busch Schotter Nr. 7070.

Man sollte echten Stein Schotter verwenden, weil dieser seine Farbe durch das einträufeln des Klebers nicht verändert. Schotter auf Korkschliff Basis kann mit dieser Methode nicht eingeklebt werden, da er den Leim nicht einsaugt und außerdem wird er durch das einkleben in der Regel schwarz.

Beim Kauf des Schotters ist auf die Form der Steine zu achten. Schotter ist nicht rund! Viele Firmen versuchen so etwas zu verkaufen. Runde Steine eignen sich für Bachbetten, kommen aber in der Natur ansonsten nicht vor, genauso, wie sie in Gleisbetten nichts zu suchen haben. Der Schotter bei der Bahn hat die Aufgabe, das Gleis zu halten und die Kräfte aufzunehmen. Deshalb ist der Schotter sehr scharfkantig, damit sich die Steine aneinander verkanten können und so einen festen Halt bieten. Runde Steine machen also keinen Sinn. Die Farbe des Schotters spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn man eine Neubaustrecke bauen möchte, ist z.B. der Busch Schotter Nr. 7070 sehr gut. Wenn man eine Nebenbahnstrecke bauen möchte, ist er jedoch erstmal ungeeignet. Schotter wird von vielen Firmen angeboten und ist ein schwieriges Thema. Den besten Schotter für Nebenbahnen gibt es meiner Meinung nach von Reinershagener Naturals. Der Schotter ist aber nicht ganz billig und man kommt nicht mehr dran. Eine Alternative bietet z.B. Asoa.

Wer die Möglichkeit hat, kann versuchen den Schotter, am besten vorm aufkleben, mit einer Airbrush Pistole einzufärben und dann verschiedene Schotter farben herzustellen und diese dann zu mischen.

Auch eine nachträgliche Behandlung des aufgeklebten Schotters mit einer Airbrush Pistole ist möglich.

Wenn die Schienen eingeschottert sind, sollten die Schienen noch braun gestrichen werden, weil das Metall ja in der Natur rostet. Dabei dürfen die Schwellennägel auch ruhig braun werden. Die Schienen werden, wenn die Farbe trocken ist mit einem Schienenschleifschwamm gesäubert. Diesen kann man z.B. im Modellbahnladen von der Firma Roco kriegen.

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