Module

Die Modul Bauweise bietet viele Vorteile, die eine feste Anlage nicht bieten kann. Hat natürlich in der Gestaltung ab und zu auch mal einen Nachteil.

Ein klarer Vorteil (grade für einen Verein) ist, dass man die Anlage transportieren kann. Deshalb sollte man beim Bau der Module darauf achten, dass die Module eine größe haben, die man gut transportieren kann. Wir haben uns für die normalen graden Module auf eine Größe von 1,5 m x 0,50 m festgelegt. Die Seitenteile und das Trassenbrett werden aus Sperrholz – Pappel Holz mit einer Stärke von 6 – 8 mm gefertigt. Dies hat den Vorteil, dass das Modul sehr leicht ist und dass man es alleine tragen kann. Unsere ersten Module waren aus Spanplatten gebaut. Sie sind zwar sehr stabil aber auch sehr schwer. Einer alleine kann die Module kaum tragen.

Der nächste Vorteil der Modulbauweise liegt in der Möglichkeit, die Anlage an Räume und Interessen anzupassen. Man kann alle Module frei kombinieren. Dabei sind die Stirnplatten immer gleich, wodurch die Anlage in jeder gewünschten Kombination aufgebaut werden kann.

Auf diesem Bild kann man die Stirnplatten erkennen:

Diese Form bietet gute gestalterische Möglichkeiten, weil man schon von der Form der Module eine ungleichmäßige Form vorgegeben hat. Die Richtungen Berg- und Talseite geben gute Orientierungsmöglichkeiten beim elektrischen Anschluß der Gleise. Und es gibt noch einen Punkt, der für diese Form spricht. Die Besucher- oder Betrachterseite ist die Talseite. Man kann sehr schön in die Anlage “hineinsehen”. Dabei ist vielleicht noch ein Gedanke wichtig: Die Höhe der Anlage. Wir haben bei uns im Verein die Höhe in den letzten Jahren immer wieder ein bisschen gesenkt, weil wir bei den Ausstellungen das Problem hatten, dass die Kinder die Anlage nicht sehen konnten. Wenn man auf diesen Punkt mal keine Rücksicht nimmt, kann man fast sagen, je höher, desto besser. Wenn die Anlage schön hoch steht, hat man mehr den Eindruck, in der Landschaft zu stehen. Ist die Anlage zu tief, hat man eine Vogelperspektive, die etwas unnatürlich wirkt.

Weitere Vorteile der Modulbauweise sind, dass man die Module leichter bearbeiten kann, weil man sie auf die Seite legen kann, um die elektrischen Arbeiten vorzunehmen. Dann kann jeder zu Hause in Ruhe ein Modul bauen und kann es dann zum Verein mitbringen und es da in eine große Anlage integrieren.

Ein großer Vorteil liegt meiner Meinung nach darin, dass man recht lange grade und gut sichtbare Strecken hat, dies hat eine Wirkung wie eine Paradestrecke, wo man den fahrenden Zug sehr schön beobachten kann. Dies ist etwas, was auf einer festen Anlage zwar enthalten sein sollte, aber nicht immer so ganz möglich ist.

Ein Nachteil der Module liegt darin, dass man große Szenen nicht so gut darstellen kann. Dazu braucht man dann mehrere Module. Das ist dann auch wieder kein Problem. Außer es handelt sich z.B. um einen großen See. Dann wird es schwierig.

Ein Bahnhof, der nur ein Modul lang ist, macht zumindest bei unseren Modulen keinen Sinn. Der Übergang zwischen den Modulen im Bahnhof ist dann einfach eine grade Platte. Er hat nicht das ansonsten genormte Endstück. Auch die elektrischen Verbindungen entsprechen nicht dem Standart.

Die elektrischen Verbindungen

Selbstverständlich müssen die elektrischen Verbindungen zwischen den Modulen genauso einem eigenen Standart entsprechen, wie die Module selbst. Wir haben dazu 9 polige Sub – D Stecker verwendet. Diese lassen sich gut in Winkeln befestigen und sind mechanisch sehr stabil. An den Modulen befindet sich kein Kabel, weil diese beim Hinstellen ständig unter den Kanten liegen würden. Unter dem Modul befindet sich an jedem Ende eine Buchse. Die Kontakte in den Steckern haben eine festgelegte Nummerierung. Diese ist auf den Steckern und Buchsen aufgeprägt und vereinfacht den Anschluß der Leitungen. Die Zählrichtung ist bei Steckern und Buchsen umgekehrt, weil sie ja ineinander gesteckt werden. Wenn man sich da selber eine Zählrichtung ausdenkt, kommt  es schnell zu Fehlern. Also: Immer genau auf den Stecker gucken. Die Verbindungskabel Stecker – Stecker 1:1 belegt, kann man in Computerläden kaufen. Es ist sicher sinnvoll einen Kabelsatz für die ganze Anlage zu kaufen und dann über den Preis zu verhandeln. Die Stecker gibt es als 9, 15 und 25 polige Stecker, Buchsen. In speziellen Fällen, gibt es auch 50 polige Sub – D Stecker. Die Kabel lassen sich da aber sehr schlecht anlöten. Außerdem kann man die Kabel, die in der mittleren Reihe angeschlossen sind später kaum ändern.

Wir hatten bei unserer Anlage einen 9 poligen Stecker mit folgener Belegung:

1 – Bahnstrom Bergseite
2 – Bahnstrom Talseite
3 – Wechselstrom 16V
4 – Wechselstrom 16V

ACHTUNG:
Die Stromversorgung über diese Kabel zu leiten ist eine sehr praktische Angelegenheit und eignet sich, z.B. um ein Streckenwärterhaus zu beleuchten, einen Baustellenblinker oder die Weiche eines Firmen Gleisanschlusses zu schalten. Für alle Verbraucher, die mehr Strom brauchen, wie Bahnhöfe oder viele Häuser mit Licht, empfehle ich den Anschluß eines Trafos, weil die Adern in den Verbindungskabeln recht dünn sind und sie nicht für große Ströme ausgelegt sind. Die Übertragung des Bahnstroms dagegen ist bedenkenlos möglich.

Bei unseren Modulen wurden die Bahnstrom- / Wechselspannungsanschlüsse der beiden Stecker im Modul erst einmal direkt mit Kabeln verbunden und dann wurden der Bahnstrom usw. daran angeschlossen. Es empfielt sich hierbei der Einsatz einer Lüsterklemme, an der alle Anschlüsse einfach abgegriffen werden können.

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