DKW melden

DKW und EKW Rückmeldungen

Die hier beschriebenen Schaltungen funktionieren bei EKWs, DKWs und bei Dreiwegweichen. Die Schaltungen auf dieser Seite sollten alle mit Gleichspannung betrieben werden.

Einfache Variante

Verwenden Sie Roco Unterflur Weichenantriebe, so ist die Weichenrückmeldung kein Problem. Diese Antriebe haben nämlich 4 voneinander unabhängige Umschalter. Sie benötigen von einem Antrieb einen Umschalter und vom zweiten Antrieb zwei Umschalter.

Wenn Sie sich die aufgestellte Tabelle (DKW schalten) ansehen, ist es ganz leicht.

 

Antrieb 1 oben

Antrieb 1 unten

Antrieb 2 oben

Antrieb 2 unten

grün

X

 

 

X

rot

 

X

X

 

gelb 1

 

X

 

X

gelb 2

X

 

X

 

Welchen Antrieb Sie als ersten vorziehen, bleibt Ihnen überlassen. Ich nehme jedoch der Einfachheit halber immer den ersten Antrieb als ersten Schalter.

Sehen wir uns die Tabelle einmal genau an: Es gibt zwei Zeilen, in denen in der ersten Spalte ein “X” enthalten ist – grün und gelb 2. Sehen wir uns den Rest der Zeilen an, sehen wir, dass einmal der Antrieb 2 oben und bei der anderen Zeile der Antrieb 2 unten ist. Für diese beiden Fälle, in denen der Antrieb 1 oben ist, entscheidet Antrieb 2 darüber, welcher Zustand es denn genau ist.

Beim Antrieb 1 unten ist es genauso. Ist der Antrieb 1 in der Stellung unten, so kann es sich nur um den Zustand rot oder gelb 1 handeln. Dies ist wieder abhängig von der Stellung von Antrieb 2.

Daraus ergibt sich also folgende einfache Schaltung. Die gezeichneten Umschalter sind die Umschalkontakte in den Unterflurantrieben von Roco.

Die Leds können dann im Gleisbildstellpult angeordnet werden.

Die kompliziertere Variante

Sollte es nicht möglich sein, die Roco Unterflurantriebe zu benutzen, gibt es eine kompliziertere Methode, mit der man Stellung der Weichen anzeigen kann.

Das eigentliche Problem bei der Rückmeldung dieser Weichen ist, dass man immer 2 Antriebe für die Lage der Weiche berücksichtigen muss. Dies ist, wie man in der ersten Variante sehen konnte, nicht besonders kompliziert, wenn man ein paar Schalter hat.

Hat man eine Weiche ohne diese Schalter, muss man zuerst einmal die Lage der Weiche herausfinden. Dabei kann man sich einen Vorteil der neuen Weichen zu nutze machen: Die Endabschaltung.

Wie funktioniert die Endabschaltung?

Wir gehen der Einfachheit halber mal von einer einfachen Weiche aus. Diese kennt nur zwei Zustände, die ich rot (abzweig) und grün (geradeaus) nenne. Schalten wir diese Weiche in Richtung grün, so soll die Endabschaltung verhindern, dass weiter Strom über die grüne Spule fließt, da dies bei Dauerstrom zur Zerstörung der Spule führen würde.

Dazu endhält die Weiche einen Kontakt. Dieser Unterbricht die grüne Spule, wenn die Weiche die grüne Endlage erreicht hat. Ist sie also in richtung grün, so ist der Stromkreis unterbrochen. Die rote Spule enthält ebenfalls einen Unterbrecherkontakt.

Haben wir die Weiche jetzt in die grüne Richtung geschaltet, ist dieser Stromkreis unterbrochen. Der rote Stromkreis jedoch wird ja jetzt wieder für die Gegenrichtung benötigt. Er ist also, was die Weiche betrifft, geschlossen.

Der Weichenantrieb besteht aus einem Elektromagneten und der ist nichts anderes als ein langer aufgewickelter Draht. Schließt man jetzt einen kleinen elektrischen Verbraucher, wie z.B. eine Led an, so würde die Led leuchten (der Strom fließt durch die Spule zum Trafo zurück) aber die Weiche würde nicht schalten, weil der Strom der durch die Led fließt zu gering ist.

Der wichtigste Punkt dabei ist, dass die Weiche immer auf der Spule Strom durchlässt, die der aktuellen Lage gegenüber liegt. Schaltet man die Weiche auf grün, kann Strom durch die rote Spule fließen. Für unsere Leds bedeutet das, dass die grüne Led parallel zur roten Spule geschaltet werden muss. Das ist schon der ganze Trick.

Diese Schaltung funktioniert nur bei Weichen mit Endabschaltung! Und liefert eine echte Rückmeldung. Wird die Weiche von Hand gestellt, verändert sich auch die Rückmeldung dazu passend.

Wie kann man feststellen, ob die Weiche eine Endabschaltung hat?

Die Weiche wird an einen Trafo angeschlossen – am Besten Wechselspannung. Schaltet man die Weiche mehrfach hintereinander in die gleiche Richtung, so darf die Weiche keine Geräusche machen. Bei Wechselspannung und einer Weiche ohne Endabschaltung hört man ein Brummen, wenn man den Strom einen Moment lang fließen lässt. Aber nicht zu lange, sonst geht der Antrieb kaputt.

Oder man misst mit einem Ohmmeter die Weiche durch. Eine Spule muss durchgang haben und eine muss getrennt sein, dann hat die Weiche eine Endabschaltung. Bei der Messung wird ein Pol des Meßgerätes an den Anschluß dfer Weiche angeschlossen, der zum Trafo geht und ein Pol wird immer an einen der beiden anderen Anschlüsse gehalten.

Da es uns nicht um einen, sondern um zwei Antriebe geht, müssen wir uns also etwas anderes ausdenken. Wie können wir die Endabschaltung nutzen?

Wir benötigen einige Transistoren, Widerstände und eine neue Tabelle, wegen der Verdrehung durch die Endabschaltung. Dazui wird die Tabelle einfach etwas verdreht.

Hier die Original Tabelle:

 

Antrieb 1 oben

Antrieb 1 unten

Antrieb 2 oben

Antrieb 2 unten

grün

X

 

 

X

rot

 

X

X

 

gelb 1

 

X

 

X

gelb 2

X

 

X

 

Da der Antrieb ja immer nur die Spule melden kann, zu der die Weiche nicht liegt, vertauschen wir jetzt die Xe in den beiden Spalten von Antrieb 1 und beim Antrieb 2 machen wir das Gleiche:

 

Antrieb 1 oben

Antrieb 1 unten

Antrieb 2 oben

Antrieb 2 unten

grün

 

X

X

 

rot

X

 

 

X

gelb 1

X

 

X

 

gelb 2

 

X

 

X

Für alles Weitere arbeiten wir mit der neuen Tabelle.

Da wir zwei Antriebe überwachen müssen, benötigen wir Schalter, die von der Stellung der Weiche abhängig sind. Schalten wir diese beiden Schalter in Reihe und dahinter die Rückmelde Led, so leuchtet diese Led nur dann, wenn beide Schalter geschlossen sind, also nur dann, wenn beide Antriebe in der Richtigen Stellung liegen.

Als Schalter benutzen wir Transistoren. Diese benötigen nämlich zum Schalten sehr wenig Strom. Der Strom der zum Ansteuern eines Relais nötig wäre, würde auch die Weiche umschalten. Dies kann bei einem Transistor nicht passieren.

Die Anschlüsse auf der linken Seite (Beschriftet mit “Weichenantriebe”) werden jetzt nach der neuen Tabelle angeschlossen.

Sehen wir uns wieder die Richtung grün an. In der Tabelle befindet sich ein Kreuz bei Antrieb 1 unten und eins bei Antrieb 2 oben.

Wir verbinden jetzt z.B. den oberen Anschluß mit dem Steueranschluß von Antrieb 1 unten und den unteren Anschluß mit Antrieb 2 oben. Die Anschlüsse erfolgen direkt an die Antriebe, so dass keine Dioden zwischen Antrieb und dieser Schaltung sind.

Für die anderen Richtungen wird diese Schaltung jeweils einmal gebaut.

Bauteilliste für eine Rückmelde Led

Bei einer DKW wird der komplette Satz 4 mal benötigt.

Anzahl

Bezeichnung

1

Led (Farbe je nach Richtung)

2

Transistor BC 558 oder BC 557

4

Widerstand 4,7 k Ohm

1

Widerstand 820 Ohm

Wie funktioniert diese Schaltung?

Wie bereits erwähnt sind die Transistoren nichts anderes als Schalter. Allerdings sind diese Schalter spannungsabhängig. Die Antriebe sind ja auf der einen Seite mit Masse verbunden. Das bedeutet, die Spule, die Durchgang hat, verbindet ihre Steuerleitung mit Masse. Diese Transistoren schalten – vereinfacht ausgedrückt -, wenn sie an der Basis (B) Masse kriegen. Der Basis Anschluß ist der Steuereingang des Transistors.

Beide Transistoren sind in Reihe geschaltet. Die Led am Ausgang kann also nur dann leuchten, wenn beide Antriebe in der Richtung “grün” liegen und somit beide Transistoren durchgeschaltet sind.

Die waagerechten Widerstände schützen die Transistoren, die beiden senkrechten sorgen dafür, das die Transistoren sicher ausgeschaltet werden, wenn die Weichenantriebe in einer anderen Lage liegen. Es würde auch ohne funktionieren, ist aber nicht ganz so zuverlässig.

Der 820 Ohm Widerstand schützt die Led.

Variante 3 für nicht endabgeschaltete Weichen

Hat eine Weiche keine Endabschaltung und auch nicht genug Kontakte für die Rückmeldung, so kann ein bistabiles Relais zur Weiche parallel angeschlossen werden.

Bistabile Relais sind im Prinzip genauso aufgebaut wie die Weichenantriebe. Sie kennen zwei Endlagen. Ein monostabiles Relais (so werden die “normalen” Relais genannt) kennen nur einen festen Zustand. Ist der Strom weg gehen sie in eine feste Ausgangslage zurück. Sie besitzen auch nur eine Spule. Bistabile Relais haben wie Weichenantriebe zwei Spulen und die Lage der Relais bleibt auch dann erhalten, wenn man den Strom von den Spulen abschaltet.

Ein Bistabiles Relais hat drei oder vier Anschlüsse für die Spulen. Bei vier Anschlüssen können zwei miteinander verbunden werden. Dies ist dann der Anschluß, der wie bei den Weichenantrieben mit dem Trafo verbunden ist. Hat das Relais drei Anschlüsse, muss einer als gemeinsamer Anschluß der beiden Spulen markiert sein. Dieser wird dann mit dem Trafo verbunden. Die beiden freien Anschlüsse werden mit den Steuerleitungen des Weichenantriebes verbunden.

Wird die Weiche das erste mal gestellt, so liegen Relais und Weichenantrieb in der gleichen Richtung. Nachteile der Schaltung: Das bistabile Relais ist recht teuer und die Schaltung kann nicht mitbekommen, wenn die Weiche von Hand umgestellt wird. Ist die Weiche von Hand gestellt worden, richten sich Antrieb und Relais beim nächsten elektrischen Stellvorgang wieder aus und alles funktioniert wieder. Die Kontakte des Relais werden wie in der Variante 1 gezeigt, zur einfachen Rückmeldeschaltung verbunden.

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