Gallerie

Das Projekt “Eggequerung” hatte ein bestimmtes Ziel: Die Umgehung des Hangrutsches vor Willebadessen bei Streckenkilometer 125,9 – 125,6. An dieser Stelle im Wald wurden bereits Scheinwerfer und Videokameras installiert, um die Böschung beobachten zu können.

Das Gestein der Egge ist in dem Bereich zwischen Willebadessen und Neuenheerse sehr porös. Dazu kommt noch, dass die Hänge zur Bahn in dem Bereich recht steil sind. Man hat schon versucht mit großen Fliesmatten und Ankern die Hänge etwas zu befestigen, aber auch das führte nicht zum gewünschten Ergebnis.

Man legte deshalb den Ausgang des Tunnels so, dass man genügend Platz hat, um den Hang zum Tunnel hin langsam abfallen zu lassen und baute dann oberhalb vom Tunnel eine Stützwand aus sogenannten “Bohrpfeilern”. Dazu werden mit einer riesigen Bohrmaschine große Löcher in den Boden gebohrt. Der Durchmesser beträgt ca. 1 m, der Abstand ca. 2 m. Dann wird ein langes Drahtgestell in den Schacht abgelassen und der Pfeiler wird mit Beton ausgegossen.

Nachdem man die erste Wand aus den Bohrpfeilern fertig hatte (auf dem Bild oben die rechte Seite), musste man feststellen, dass die Wand den Berg leider nicht halten konnte und man baute eine zweite Wand (die linke auf dem Foto oben).

Einige der Pfeiler in Portalnähe sind mit Sensoren bestückt, die die Bewegung der Gallerie messen. Die Pfeiler sind sehr tief im Boden, aber die Messungen haben ergeben, dass sich auch diese Wand immer noch bewegt.

Da man wegen der Bahnstrecke keine dritte Reihe Bohrpfeiler direkt unter die zweite Wand bauen konnte, hat man die dritte Wand in einem größeren Abstand gebaut und die zweite und dritte über Streben verbunden.

Um die Bohrungen durchzuführen, muß die Maschine auf einer geraden Fläche stehen. Das bedeutet, dass man hier zuerst die Bohrpfeiler bohren und ausbetonieren mußte und anschließend hat man den Bereich unter den Streben von beiden Seiten ausgebaggert.

Im Hintergrund sieht man einen großen Bagger (um sich mal die Größenordung vorstellen zu können).

Hier ein Blick unter den fertigen Stützen hindurch.

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