Wasserspeicher

Die Wasserspeicher von Altenbeken

Zu der Zeit, als es bei der Bahn nur Dampfloks gab, wurde enorm viel Wasser verbraucht. Die Loks hatten gerade auf den Steigungsstrecken nach Altenbeken sehr viel Wasser verbraucht und mussten nun neu befüllt werden. Die Quellen lieferten das Wasser aber nicht schnell genug, um es direkt in Loks leiten zu können. So wurden mit der Zeit 3 Hochbehälter gebaut. Die Hochbehälter befinden sich am Berg hinter dem Bahnhof. In Altenbeken wurden täglich rund 2000 cbm Wasser verbraucht.

Im Jahr 2004 griff der Ortsheimatpfleger von Altenbeken Rudolf Koch das Thema auf. Er ließ den ersten der drei Wasserspeicher freischneiden und sorgte dafür, dass der Wasserspeicher von aussen renoviert wurde. Außerdem wurde eine neue Tür eingesetzt.

An der Wand kann man noch Löcher von Einschüssen bzw. Granatsplittern sehn, die noch aus dem Krieg stammten. Bei der Renovierung wurden die Löcher verschlossen.

Dieser Wasserspeicher wurde von der Deutschen Reichsbahn 1935 gebaut.

Hier der Blick, wenn man in der Tür des Gebäudes steht. Der Behälter selbst ist komplett aus Beton. In der Mitte befindet sich eine Trennwand. Die Leitern führen jeweils in einen der beiden Behälter. Die Wand in der Mitte ist die durchgehende Trennwand zwischen den beiden Behältern. Durch die Rohre rechts und links im Bild wurde das Wasser in den Behälter geleitet. Große Schwimmer stoppten die Wasserzufuhr, wenn der Behälter voll war. Wenn man den Raum betritt, ist links in der Ecke eine Leiter, die senkrecht ca. 1,5 m nach unten führt. Hier befinden sich die Abflussrohre des Behälters.

Klettert man die Leitern im Bild hoch, kann man hinter der Wand senkrecht nach unten in die Behälter steigen. Dies ist jedoch sehr gefährlich, da die eingelassenen Metallstufen in der Wand total verrostet sind. Man kann den Behälter mit Sicherheit nicht mehr verlassen.

Ich schätze den Gesamtinhalt dieses Wasserspeichers auf rund 200 cbm.

Ein Blick in den rechten Behälter. Von der Leiter aus fotografiert, die man oben im Bild sehen kann. Rechts ist der Schwimmer, der den Zulauf verschlossen hat, wenn der Behälter voll war.

Ein Blick in den linken Behälter. Ein Größe kann man nur schätzen. Ich denke aber mal, dass das Wasser mindestens 2,5 Meter hoch in den Becken gestanden hat.

Der zweite Wasserspeicher

Dies ist der zweite Wasserspeicher. Er scheint etwas größer zu sein, als der Erste.

Auch dieser Wasserspeicher ist in zwei Hälften geteilt. Man beachte die Tiefe des Raumes zur linken Seite rüber.

Ein Blick von der gleichen Stelle aus, nur ein kleines bisschen mehr nach rechts. Ganz rechts im Bild die Wand zur anderen Behälterhälfte.

Ein Blick in den rechten Behälter. Dieser ist viel kleiner als der linke Behälter.

Hier ein Blick an der Eingangswand herunter. Rechts im Bild sind die Sprossen, mit denen man in den Behälter steigen kann. Wie gesagt ich würde es nicht wagen. Diese Leiter sieht zwar noch ganz gut aus, einige sind aber auch fast weggefault und die untersten Stufen sind extrem schlecht.

Das Teil was da runter hängt ist der Schwimmer. Er ist hier schon elektrisch ausgeführt. Im Gebäude befindet sich eine elektrische Füllstandsanzeige. Auf der rechten oberen Seite des Bildes sieht man den Boden des Behälters. Der Teil im Boden, der etwas dunkler ist, ist der Auslauf. Die Ecke ist etwas tiefer, damit sich das Wasser besser darin sammeln kann. Sieht man an der linken Seite der Sprossen entlang, sieht man unten im Auslaufbecken ein Rohr. Dies ist das Abflussrohr.

Hier ein Blick in den “Keller”. Die Leiter befindet sich nicht im eigentlichen Wasserbecken, sondern im Vorraum, den man betritt, wenn man durch die Tür in das Gebäude geht. Im unteren Berech kommen die Abflussrohre aus den Becken, die dann vermutlich zum Bahnhof oder zum dritten Behälter führten. Der Boden dieses “Kellers” liegt noch ca. 30 cm tiefer als der Boden des Wasserbeckens.

Der dritte Wasserspeicher

Es gibt noch ein weiteres Gebäude. Leider ist bei diesem die Tür zu, so dass man ihn nicht betreten konnte. Er liegt genau auf der gegenüberliegenden Strassenseite, wie der zweite Behälter. Wir gehen davon aus, dass es sich bei dem Gebäude um eine Pumpstation handelt. Leider konnte man nur durch einen Lüftungsschlitz ein paar Bilder machen. Daraus kann man nicht genau erkennen, ob auch ein Wasserbehälter dazugehört. Im erste Raum unter der Decke befindet sich ein Portalkran. Wenn man durch die Tür geht, muss man erst eine Treppe runter, um in den Hauptraum zu kommen. Er liegt etwas tiefer als der Eingang. Um den Raum herum führt ein Weg mit Geländer. Es sieht so aus, als ob sich hinter dem Raum der Zugang zu einem Wasserbehälter befindet. Durch die Schattenbildungen durch Geländer und das Blitzlicht kann man das nicht genau sagen.

Dass es sich bei dem Hauptraum um eine Pumpstation handelt ist ziemlich sicher, was allerdings unklar ist, ist die Frage, ob die Pumpen das Wasser in die Hochbehälter pumpen oder ob sie es zum Bahnhof gepumpt haben. Aber vielleicht hat ja noch jemand Informationen. Ich bin immer sehr Interessiert.

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