Umgehungsbahn

Umgehungsbahn

Eine Umgehungsbahn wurde schon vor dem Krieg geplant, da man Angriffe auf den Viadukt befürchtet hatte. Der Entwurf hierzu lag bereits im Oktober 1938 vor. Die Umgehungsbahn sollte vom Block Schierenberg (vor dem großen Viadukt) am Winterberg entlang zum Block Reelsberg führen. Der Bau dieser Umgehungsbahn hatte aber nicht nur das Ziel den Viadukt zu umgehen, sondern sie sollte auch etwas mehr Kapazitäten schaffen. Die Zahl der Güterzüge war so stark angestiegen, dass man zusätzliche Gleise legen wollte. Dazu kam noch, dass die neu gebaute Kaserne an der Driburger Straße in Paderborn einen Bahnanschluß bekommen sollte. Dazu sollte ein Gleis vom Nordbahnhof abzweigen und östlich an der Kaserne vorbei führen und dann vor dem kleinen Viadukt mit der bestehenden Strecke mit laufen. Der kleine Viadukt sollte auf drei Gleise verbreitert werden.

Am 31. März 1945 wurden die Arbeiten an der Umgehungsbahn endgültig eingestellt. Die Flächen, über die die Umgehungsbahn laufen sollte, wurde noch einmal untersucht. Dabei stellte man fest, dass der Untergrund nicht tragfahig genug war. Dazu kam noch, dass das Material für den Gleisoberbau an Frankreich zurück gegeben werden musste. Daher fehlte auch das Material.

Da die Umgehungsbahn nun endgültig vom Tisch war, erhielt der Viadukt seine Schlüsselrolle zurück und der Aufbau wurde jetzt aus Sicht der Bahn wieder unumgänglich.

Alte Widerlager der geplanten Brücke für die Umgehungsbahn: Der linke Pfeiler (unter dem Baum) ist kaum noch zu sehen.

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