Zerstörung

Die Zerstörung des Viaduktes im Krieg

Während des zweiten Weltkrieges nahm der Gesamtverkehr einen solchen Umfang an, dass der Bahnhof Altenbeken täglich ca. 400 Zugfahrten, einschließlich der Lokleerfahrten, zu bewältigen hatte. Gerade in diesen Jahren mußte der Verkehr durch den Tunnel und über den Viadukt gewährleistet werden, weshalb diese Bauwerke von militärischen Einheiten bewacht wurden. Als sich im Laufe des Krieges die Luftangriffe verstärkten, mußte auf die Dauer damit gerechnet werden, dass der Viadukt einem der Angriffe zum Opfer fallen könnte. Daher wurde im Jahre 1942 mit dem Bau einer Umgehungsbahn begonnen. Diese nahm unmittelbar südwestlich des Viaduktes ihren Anfang, um am Nordhang des Winterberges vorbeiführend, südöstlich von Altenbeken in die nach Kassel gehende Strecke einzumünden. Die umfangreichen Abtragungs- und Aufschüttungsarbeiten wurden durch ca. 5000 Fremdarbeiter ausgeführt. Am Winterberg sind noch teilweise die geleisteten Vorarbeiten zu erkennen, ebenso kann man noch die Widerlager für den geplanten Brückenbau an der Landstrasse nach Buke sehen. Trotz der Intensivierung der Arbeiten konnte die Umgehungsbahn zur Umfahrung des Viaduktes bis zum Kriegsschluß nicht mehr fertig gestellt werden.

Die Widerlager der geplanten Brücke kann man heute noch sehen, wenn man die L828 zwischen Altenbeken und Buke fährt.

Alte Widerlager der geplanten Brücke für die Umgehungsbahn: Der linke Pfeiler (unter dem Baum) ist kaum noch zu sehen.

Newsletter Anmeldung
Die Newsletter werden über größere Änderungen auf der Internetseite informieren und über bevorstehende Ausstellungen und Aktionen der Eisenbahnfreunde (vermutlich max. 10 Mails pro Jahr).