Höhen

Das größte Problem beim Bau der Eisenbahn in und um Altenbeken, war die Überwindung der Egge, denn die Loks in den 30er Jahren stellten nicht so hohe Zugleistungen zur Verfügung, wie dies heute der Fall ist. Bei den Dampfloks war es üblich, schon ab Lippstadt stärker zu feuern, um die Egge überwinden zu können. Trotzdem benötigte man noch Verstärkung: Güterzüge wurden mit zwei oder vier Loks bespannt.

Bei Neuenbeken steigt die Eisenbahn nicht mehr auf die Tiefenlinie des Beketales hinab, sondern hält sich in halber Höhe am Hang, um bei einer Steigung von 1:121 Altenbeken zu erreichen. Dazu mußte das von Nord nach Süd verlaufende Dunetal, ein Seitental des Beketals, mittels eines Viaduktes überwunden werden. Ein ähnliches Problem stellte sich in Altenbeken, wo das Tal der Beke unmittelbar am Fuß der Egge scharf nach Süden abknickt. Um die gewonnene Höhe zum Übersteigen des Eggekamms nicht aufzugeben, überspringt die Bahn mit Hilfe des sogenannten Großen Viaduktes das Tal, wendet sich nach Süden und gewinnt am Westhang der Egge langsam weiter an Höhe. In 340 m Höhe folgt die Bahn dann bis zum Gewinnen des Passes ein längeres Stück der Höhenlinie. Die stärkste Steigung bzw. Neigung auf der Strecke Paderborn-Kassel und damit aller die Egge und den Teutoburger Wald querenden Strecken liegt am Osthang der Egge zwischen dem Paß bei Neuenheerse, seinerzeit der höchste Punkt der preußischen Eisenbahnen, und Willebadessen, wo sie stellenweise einen Neigungswinkel von 1:64 aufweist, bevor sie auf weniger abschüssiger Bahn Warburg erreicht.

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