Puscal IV

Am 2.10.2001 haben wir uns mit den Driburger Eisenbahnfreunden, den Elsener Eisenbahnfreunden und dem Flügelrad Paderborn am Bahnhof in Paderborn getroffen. Unser Mitglied Reimund Mack hat diese Besichtigung organisiert.

Die Aufgabe dieses Arbeitszuges besteht darin, den Gleisunterbau zu erneuern. Dabei benötigt er sehr wenig Platz, dass bedeutet, dass der Fahrbetrieb auf den Nachbargleisen z.B. in einem Bahnhof oder aber auch auf einer Strecke weiter gehen kann. Dazu kommt noch, das der Zug recht schnell arbeitet.
Zu Beginn der Arbeiten an einem neuen Gleis werden 3,60 m Schiene ausgetrennt und herausgenommen. Dieses Stück ist der Platz, den der Umbau zusätzlich benötigt, anschließend wird ein Stück Gleis von 18 m Länge abgetrennt und ausgebaut. Oben auf dem Bild sieht man, wie die beiden Portalkräne ein solches Gleisstück abtransportieren. Die Portalkräne fahren auf dem Gleisbauzug lang. Die ausgebaute Schiene wird auf dem Zug abgelegt.

Mit dieser Fräse wird der alte Unterbau herausgefräst. Der Schotter, Sand und Erde werden über Förderbänder nach vorne gefördert. Dort befinden sich drei Wagen, die nacheinander beladen werden. Sind alle drei Wagen voll, fährt die Lok mit den Wagen los um sie im nächsten Bahnhof oder an einer Stelle entladen zu lassen, wo man mit Baggern und LKWs an die Gleise kommt.

Die Portalkräne bringen jetzt die Container mit dem Sand zum Arbeitsrahmen, den man auf dem nächsten Bild sieht. Die Container werden ausgekippt und weggebracht. Die Fahrer auf den Portalkränen müssen dabei immer darauf achten, dass sie sich nicht anfahren. Wenn jetzt der hintere Portalkran Sand zum Arbeitsrahmen bringt, muß der erste Kran ganz nach vorne fahren.

Hier sieht man den vorderen Träger des Arbeitsrahmens. Während die Portale damit beschäftigt sind die leeren Container wieder an ihren alten Platz auf dem Zug zu bringen und einen neuen zu holen, was bei der gezeigten Zuglänge etwas dauern kann, wird mit der Planiereinheit der bereits eingebrachte Sand glatt gezogen und verdichtet. Unter dem Schild befindet sich nämlich ein Rüttler. Die Planiereinheit wird an Seilen durch den Arbeitsrahmen bewegt. Die Steuerung erfolgt über eine Fernbedienung. Wenn die Portale den Sand bringen, wird die Planiereinheit zur Seite gefahren.

Jetzt folgt noch die erste Schicht Schotter und das Gleis kann wieder an den alten Platz zurück. Das Stück wird an den Enden verschraubt. Inzwischen ist auch die Lok zurück, die den ausgefrästen Schotter weg gebracht hat. Sie zieht den Zug jetzt ca. 18 m vor und dann geht alles wieder von vorne los. Die 3,60 m Gleis werden erst dann wieder eingesetzt, wenn die Arbeiten beendet sind, weil man die Schienen nicht so genau einsetzen kann, braucht man etwas Luft.
Das alte Gleis wird erstmal nur lose auf den Schotter aufgelegt und verbunden, damit der Zug weiter fahren kann. Die Gleise werden später von anderen Arbeitszügen durch 150 m lange Stücke ersetzt und die Gleise werden dann richtig (also auch zwischen den Schwellen) eingeschottert.

Newsletter Anmeldung
Die Newsletter werden über größere Änderungen auf der Internetseite informieren und über bevorstehende Ausstellungen und Aktionen der Eisenbahnfreunde (vermutlich max. 10 Mails pro Jahr).