Bäume

Bei der Gestaltung von Bäumen gibt es natürlich auch wieder eine Menge Möglichkeiten. So bestanden z.B. unsere ersten Bäume im Verein aus einem selbst hergestellten Drahtgestell. Dazu wird Bindedraht in einige gleich lange Stücke geschnitten. Je dünner er ist, desto mehr Gestaltungmöglichkeiten ergeben sich später, weil mehr Enden zur Verfügung stehen. Die Länge und Anzahl der Drähte hängt von der Größe des Baums ab. Wenn die Drähte etwas zu lang sind, kann man sie abschneiden, umgekehrt ist es schwieriger also lieber etwas länger lassen. Anschließend den Teil, der später der Stamm werden soll, mit Draht umwickeln:

Auf der kurzen Seite sollten die Drähte noch 2 – 3 cm herausragen. Daraus werden später die Wurzeln geformt. Der Draht, der um den Stamm gewickelt wird muß schön eng gewickelt sein und eine Windung sollte direkt neben der anderen liegen.

Jetzt können die Baumkrone und die Wurzeln geformt werden. Dann wird der Stamm mit einer Mischung aus Gips und feinem Sägemehl gespachtelt, damit die Drähte nicht mehr erkennbar sind. Wenn alles getrocknet ist, wird der Baum noch braun gestrichen.

Eine Alternative zum komplett selbst gebauten Baum bieten die Bausätze, wie sie z.B. von Woodland Scenics – NOCH, NOCH, Busch, Heki usw. angeboten werden. Diese bestehen entweder aus Kunststoff- oder Weißmetall Rohlingen, die man biegen und zusammensetzen kann oder aus Naturprodukten.

Womit wir schon bei der nächsten Möglichkeit wären: Naturprodukte. Wenn man die Augen offen hält, kann man im Wald oder an Büschen, Wiesen und Sträuchern Verästelungen finden, die sich gut als Modellbaum eignen.

Die letzte Möglichkeit und nicht die schlechteste sind fertige Bäume aus dem Modellbahnhandel. Da gibt es Angebote von NOCH, Busch, Faller, Heki usw.

Die Belaubung
Von Bausatz zu Bausatz ist das Verfahren zur Belaubung unterschiedlich. Die einen arbeiten mit Flor, andere mit Flocken und wieder andere mischen beides, was zu einem besonders schönen Ergebnis führt.

Eine recht einfache Möglichkeit bietet die Belaubung mit Flor, wie es z.B. von Woodland Scenics – NOCH angeboten wird. Dieses Material ist ein dünnes Netz, auf dem das Streumaterial befestigt wurde.

Beschreibung

Artikelnummer

Foliage, hellgrün

95400

Foliage, mittelgrün

95410

Foliage, dunkelgrün

95420

Dabei wird ein Ast des Baumes nach dem Anderen mit Leim bestrichen, ein Stück von dem Flor wird mit der Schere abgeschnitten und in alle Richtungen gedehnt. Das fertige Stück wird auf den Ast geklebt. Das Flor hat den Vorteil, dass der Baum nicht zu dicht beflockt wird.

Man kann den so hergestellten Baum mit Sprühkleber einsprühen und dann etwas Blattwerk von Noch darüber streuen. Hier gibt es Birkenblätter 08010, Lindenblätter 08020 und Ulmenblätter 08030.

Wenn der Baum fertig ist, sollte man ihn mit Mattlack einsprühen, um das Blattwerk und auch das Streumaterial auf dem Flor gut zu befestigen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einsprühen des Baumes mit Sprühkleber und die Beflockung mit groben Flocken. Dabei empfehle ich die Verwendung von Sprühklebern wie Uhu oder Tesa, da diese extrem gut haften. Der Stamm und die Wurzeln sollten allerdings abgeklebt werden, da sonst zwangsläufig der Stamm mit begrünt wird.

Belaubung

In einigen Modellbahnmagazinen sieht man in der letzten Zeit immer öfter Bäume, die einzelne Blätter haben. Die Bäume sehen sehr gut aus. Besonders dann, wenn man sie mal mit den alten Bäumen von Faller vergleicht, wo einfach ein Kunststoff Rohling mit dicken Schaumstoff Flocken belaubt wurde.

 Dies ist aber kein Problem. Besonders diese Bäume lassen sich ganz leicht nachbessern.

Die Firma Noch bietet nämlich genau diese Blätter als Streumaterial an. Z.B. Nummer 8010 Birkenblätter oder 8020 Lindenblätter. Dieses Laub gibt es in verschiedenen Farbvarianten. Jetzt habe ich gesehen, dass auch Heki Laub anbietet.

Um die Bäume nach zu belauben, einfach den Baum mit Sprühkleber einsprühen und etwas von den Blättern darüber streuen. Aber nicht so viele! Langsam ran tasten und erst mal ein bisschen Laub gleichmässig über den Baum verteilen. Eher noch mal etwas drauf streuen. Wenn das Laub zu dicht ist, sieht es nicht mehr so gut aus.

Auch hier noch einmal der Hinweis: Benutzen sie zum Belauben unbedingt Sprühkleber. Das Wasser-Leim Gemisch kann die Blätter nicht halten und es dauert ewig, bis das Laub fest ist. Beim Sprühkleber (Tesa oder Uhu) ist das Laub sofort fest. Den Sprühkleber von Busch benutze ich nicht so gerne, weil er sehr ungleichmässig sprüht.

Super Bäume

Die besten Bäume erhält man allerdings mit einer viel einfacheren Variante:

Beim Modellbahnhändler kann man Naturrohlinge kaufen. Diese Pflanze wird oft als Meerschaum bezeichnet. Diese Pflanze hat extrem filligrane Äste. Von der Firma Busch gibt es Baumbausätze, bei denen diese Pflanzen in Kunststoffrohlinge eingeklebt werden Nummer 6805 für H0.  

Der Meerschaum wird mit Sprühkleber eingesprüht und z.B. Mit Heki Laub (Flocken) begrünt. Meistens muss man den Baum mehrfach mit Sprühkleber eingesprühen. Wenn das Grünzeug wie gewünscht am Baum klebt, kann man noch die Blätter von Noch darüber streuen. Die Baumrohlinge gibt es z.B. von MZZ aus der Schweiz. Das Paket nennt sich Natur-Wald-Sortiment und hat die Nummer 1092.

Auf diese Weise kann man ohne künstlerische Begabung schnell und einfach tolle Bäume herstellen.

Original Bäume

Hier lässt sich vielleicht die Idee mit dem Weg unter dem Baum umsetzen.

Solche Wege können auf der Anlage mit feinem braunen Streumaterial gestaltet werden.

Bei diesem Busch ist die sehr ungleichmäßige Struktur interessant. Solche Büsche lassen sich mit Heki Flor oder noch einfacher durch Begrünen von Naturmaterial mit Flocken und Sprühkleber produzieren.

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